Die historische Trafostation aus Bürvenich wurde komplett ins Freilichtmuseum Kommern transloziert, wo sie ab sofort auf dem dortigen „Marktplatz Rheinland“ bewundert werden kann.
In der „B-Station“ in Bürvenich wurde die ankommende Spannung von 5.000 Volt auf die damals übliche Netzspannung von 220 Volt transformiert und von dort im Ort verteilt. Im nahe gelegenen Embken verlief die Hauptleitung mit 34.000 Volt, die in einer „A-Station“ wiederum auf 5.000 Volt heruntertransformiert wurde und dann nach Bürvenich abzweigte.
Stilistisch erinnert die Bauform der Station eher an eine kleine Kapelle als an ein Gebäude der technischen Infrastruktur. „Bis in die späten 1920er-Jahre war es ein großes Interesse der Baubehörden, die neue Technik in eine sich dem Dorf- und Landschaftsbild einfügenden Architektur zu integrieren“, so Bauhistoriker Raphael Thörmer.
Im Museum wird die Trafostation restauriert und mit einer technischen Anlage sowie einer Ausstellung ausgestattet. Auf dem Marktplatz Rheinland soll zudem ein Freileitungsnetz die technische Präsentation ergänzen.
